Mittwoch, 13. Juli 2016

3. Drama

Michi ist zerstört, und niemand erahnt nach unserem Trip eine Veränderung, jedoch öffnet er sich mir am Tag unserer Abreise zum Middle Forks of the King (MFK) und schließt eine Befahrung des MFK aus, weil er weiß, dass er der psychischen Belastung für mehrere Tage in diesen Schluchten nicht gewachsen ist. Sein Mut und seine Zuversicht sind dahin. Er sieht sich selbst immer und immer wieder in dieser tödlichen Situation. Rok und ich führen lange Gespräche, aber letztendlich entscheidend nicht zum MFK zu wandern ist aber etwas anderes, etwas skurriles, jedoch zu Akzeptierendes. Zur Vorgeschichte: Mandis Flieger hebt leider, leider verspätet in Wien ab. Er versäumt den Anschluss in die USA und übernachtet in Paris. Reiner als echter Freund führt mich hingegen zeitgerecht von San Francisco 3 1/2 Stunden um mitternachts zum Ausgangspunkt der Wanderung zum UCC, um gleich darauf kehrt zu machen, den Mandi am Flughafen ab zu holen, am vormittags darauf nach zu gehen und uns am Fluss ein zu holen. Er kennt den Fluss und wüsste daher Bescheid, wenn da nicht ... saudummerweise ... Mandis Gepäck in Paris liegen geblieben wäre. Hättitatiwari und sein Vorhaben plus dem erhofften Probegalopp am UCC für den MFK fällt für die beiden ins Wasser, wahlweise gab es eine kleine Sightseeingrunde in SFO. Reiner loost somit doppelt ab. 7 Stunden Autofahrt für nix und keine Fahrt am wahrscheinlich geilsten Bach des Universums. Also zurück zum Tag unserer Abreise zum MFK, kommt Mandi fix und fertig nach durchwachter Nacht aus seinem Zimmer, um uns mit zu teilen, dass er an einem schweren Schnupfen erkrankt sei, sich mental und technisch nicht in der Lage sähe mit zu kommen und daher beschlossen habe nach Hause zu fliegen :-0 Mit einem Mal zerbricht unser Expetitionsteam. Die Botschaft hörn wir wohl, allein uns fehlt der Glaube. Der Entschluss beider steht fest. Sämtliche Angebote für Alternativen gehen ins Leere. Rok erkennt die Ausweglosigkeit und die Gefahr, die diese Unentschlossenheit mit sich bringen würde und schafft Tatsachen. Die Flüge sind umgebucht, Michi und Mandi fahren zum Flughafen und wir machen uns zu viert samt Träger-Shuttlebunny auf den Weg. In Anbetracht dieser Erkenntnisse über den mentalen Zustand der beiden und der sich im Nachhinein bestätigten Anforderungen, eine exzellente Entscheidung

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